Was ist bei der räumlichen Planung einer AEMP zu beachten?

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Die Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) ist das Herzstück Ihres Praxisbetriebs, denn sie sichert die Instrumentenversorgung in Ihrer Praxis. Grundsätzlich sollte nach KRINKO und RKI die Aufbereitung potenziell infektiöser Instrumente in einem eigens dafür vorgesehenen Aufbereitungsraum erfolgen. Um eine Rekontamination während des Aufbereitungsprozesses auszuschließen, gilt es, überkreuzende Transport- oder Verkehrswege zu vermeiden. Dies erfolgt über eine strikte Zonentrennung. In der unreinen Zone werden die benutzten Medizinprodukte angeliefert, gereinigt und desinfiziert. In der reinen Zone dagegen erfolgen die Arbeitsschritte  Verpackung, Sterilisation und Dokumentation.

Die Bedarfsanalyse: Mit der richtigen Raumlösung vermeiden Sie Kreuzkontaminationen

Am Anfang einer Raumplanung steht immer die Bedarfsanalyse. Entscheidend für die Raumplanung ist das zu erwartende Aufbereitungsaufkommen. Dies bestimmt auch die Gerätetechnikausstattung bis hin zu einer Durchreiche-Lösung. Insgesamt bieten sich für die AEMP drei Raumkonzepte an:

  • Einraum-Lösung mit Zonentrennung (Unreiner und reiner Arbeitsbereich)
  • Zweiraum-Lösung mit räumlicher Trennung (Unrein- Raum und Rein-Raum)
  • Dreiraum-Lösung mit zusätzlichem Lagerungsraum (Unrein-Raum, Rein-Raum und Lagerungs-Raum)

Bei einem hohen Aufbereitungsaufkommen und/oder Medizinprodukten mit der Zuordnung zur Risikogruppe kritisch C ist bspw. eine Dreiraum-Lösung umzusetzen. Bei einem geringen Aufbereitungs-Aufkommen kommt eher eine Einraum-Lösung in Frage.

Kosten sparen: Die Optimierung Ihres Workflows

Ein optimierter Aufbereitungsprozess spart Zeit und reduziert Kosten. Bei der Raumplanung Ihrer AEMP sollte also der Workflow Ihres Aufbereitungsprozesses im Mittelpunkt stehen. Hierzu tragen vor allem kurze Wege bei. Aus diesem Grund sollte die AEMP möglichst nah an den Behandlungsräumen liegen.

Entscheidend ist auch die Wahl der RDG- und Sterilisationstechnik. Lassen Sie sich hierbei nicht von anfänglichem Einsparpotenzial in der Planung, sondern von einer langfristigen Prozessoptimierung leiten. Eine sichere und valide Aufbereitung erreichen Sie mit einer digitale Dokumentation des Aufbereitungsprozesses.

Verschaffen Sie sich frühzeitig Klarheit über Ihr AEMP Bauvorhaben

Sprechen Sie schon im Vorfeld Ihres Bauvorhabens mit einem Planungsspezialisten. Nur so erhalten Sie Gewissheit, ob der (wirtschaftliche) Betrieb einer AEMP in den dafür vorgesehenen räumlichen Gegebenheiten überhaupt möglich ist.

Im Rahmen einer Machbarkeitsanalyse wird die Realisierung Ihres Bauvorhabens in Hinblick auf die räumlichen Gegebenheiten, den Raum- und Flächenbedarf sowie die Workftow-Optimierung Ihrer AEMP überprüft. Dies erfolgt unter Berücksichtigung weiterer baulicher und technischer Faktoren, wie der Raum-Luft Technik, der Wasserversorgungstechnik, der benötigten Gerätetechnik und dem Lagerungs- und Logistikkonzept.

Das Ergebnis einer solchen Expertise ist eine fundierte Einschätzung der Machbarkeit Ihres Bauvorhabens. So erhalten Sie Investitionssicherheit und ersparen sich schon im Vorfeld unangenehme Überraschungen.